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Testbericht

3D Surround Dolby Atmos

auch für den Heimkino Bereich erhältlich

Nachdem das neue 3D Surround Dolby Atmos auch für den Heimkino Bereich erhältlich ist, steht mit Auro 3D der Galaxy Studios ein Konkurrenzsystem in den Startlöchern.  

Auch bei diesem 3D Sound System wird das Klangbild um die Dimension nach oben erweitert und verspricht ebenfalls ein nie zuvor gekanntes Audio Erlebnis. Mit diesem Blog Post möchten wir Ihnen die kompatiblen AV-Receiver der Hersteller Marantz und Denon vorstellen und die Unterschiede zu dem Dolby Atmos System aufzeigen. Weiterhin wendet sich der Blog Post an Anwender, die bereits ein Dolby Atmos System, oftmals auch 3D Atmos genannt, installiert haben, denn wir beantworten die Frage, inwieweit beide Systeme kompatibel miteinander sind.

Inhalt

Historie

Bereits im Jahre 2005 entwickelte Wilfried van Baelen das Konzept für das heutige Auro-3D Verfahren. Van Baelen ist Geschäftsführer der Firma Auro-Technologies, welche wiederum zu den Galaxy Studios gehört.

Ziel des Systems

Ziel der Auro-3D-Technologie ist eine realitätsnahe dreidimensionale Audio-Landschaft zu kreieren. Dies wird durch eine zusätzliche Höhen-Information realisiert, welche als dritte Dimension zur ersten Dimension der Breite (Stereo) und zur zweiten Dimension der Tiefe (herkömmliches Surround) ergänzend hinzutritt.

3 Ebenen Technik

Analog zum Dolby Atmos Verfahren wird auch bei der Auro 3D Technik eine herkömmliche 5.1 Surround Kombination mit Höhenkanälen erweitert. Auch hier werden diskrete Informationen an die Lautsprecher gesendet und nicht aus bestehenden 5.1 „hochskaliert“. Das ist ein wichtiger Faktor, denn wer bereits diskretes 5.1 Material mit hochskalierten Material vergleicht, der weiß, was für einen gewaltigen Unterschied es ausmacht.

Auch wenn beide Verfahren Audio um die 3 Dimension erweitern, so unterscheiden sich die Techniken doch grundlegend. Während Dolby Atmos den Sound von oben durch Deckenlautsprecher oder spezielle Dolby Atmos Lautsprecher (Dolby Atmos Enabled Speaker), die den Sound an die Decke schicken und die der Zuhörer dann als Reflektionen von oben wahrnimmt, so arbeitet Auro 3D in seiner höchsten Ausprägung (11.1-Version) mit der sogenannten 3 Ebenen Technik. Bei der Technik wird, im Gegensatz zu dem Atmos Verfahren das Audiosignal nicht objektbasiert behandelt, sondern der Hörraum in drei vertikale Lautsprecherzonen (Existing 5.1 Surround, Height Layer, Overhead Layer) unterteilt.

Alternativ gibt es aber auch die Bezeichnungen Surround, Height und Top. Bei dem Dolby Atmosverfahren können in einem Kinosaal bis zu 64 Lautsprecher mit Signalen angesprochen werden. Auro arbeitet hingegen mit fest zugewiesenen Tonspuren. Grundlegend wird zunächst auf ein vorhandenes 5.1 Surround Lautsprechersystem System aufgebaut, welches die erste Ebene bildet. Ab jetzt unterscheidet man die unterschiedlichen Ausprägungen. In der kleinsten 9.1 Konfiguration werden einfach insgesamt 4 Höhenlautsprecher über die Front- bzw. Surround Lautsprecher angebracht.

auro_3D_lautsprecher

Bei der 10.1 Konfiguration kommt ein zusätzlicher Lautsprecher, der direkt auf den Zuhörer gerichtet ist, ins Spiel. Dieser Lautsprecher ist auch als „Voice of God/ Stimme Gottes“ (3te Ebene Overhead) bekannt. Bei den Konfigurationen 9.1 und 10.1 wird komplett auf die Surround-Back Lautsprecher verzichtet. Bei der für den Heimkinobereich höchsten Ausbaustufe 11.1 kommt auf der 2ten Ebene (Height) ein Center Lautsprecher hinzu. Dieser wird dann über den Center Lautsprecher des zugrunde liegenden 5.1 Surround Setups positioniert. Bei der vollsten Ausbaustufe 11.1 ist zwingend ein zusätzlicher Verstärker erforderlich. Kein aktueller AV-Receiver ist momentan dafür ausgelegt. Der externe Verstärker ist für den Voice of God Effekt zuständig und wird an den 2ten Subwoofer PreOut angeschlossen. Damit wird auch klar, dass man in der Auro 3D 11.1 Konfiguration keine zwei Subwoofer betreiben kann.

Unterschiede zu Dolby Atmos

Zunächst kann man sagen, dass die Auro 3D fähigen AV-Receiver auch alle Dolby Atmos fähig sind. Dolby Atmos Minimalkonfiguration sieht zwei Höhenlautsprecher vor, wo hingegen die Minimalkonfiguration bei Auro 9.1 bereits vier Lautsprecher vorschreibt. 

Dank der objektorientierten Encodierung beim Atmos Verfahren ist man auch bei der Anbringung der Lautsprecher flexibler. Ein weiterer Unterschied ist der „Voice of God“ Kanal, also der Lautsprecher, der direkt über den Kopf des Zuhörers positioniert ist. Dieser Kanal wird nur angesprochen, wenn auch entsprechendes Material auf der Blu-ray vorhanden ist. Alle bislang eingesetzten Verfahren arbeiten mit Hilfe einer Matrix, das heißt, die Höhen-Kanäle sind keine echten, diskreten Kanäle, sondern bekommen Signale zugeführt, die in einer zugegebenermaßen komplexen Matrix aufbereitet wurden. Das ist bei Auro-3D ebenso wie bei Dolby Atmos völlig anders – denn beide Systeme sind Hybride aus klassischem Kanal-Layout und objektbasierter Wiedergabe.

Das müssen Sie noch wissen:

Fazit

Entwarnung für alle Heimkino Anwender, die bereits Deckenlautsprecher installiert haben: Denn diese sind voll kompatibel zu dem Auro 3D Verfahren. Spezialisten werden vielleicht noch, falls der AV-Receiver es zulässt, einen mittleren Lautsprecher (Voice of God Channel) direkt über den Kopf des Zuschauers anbringen. Ein Muss ist das aber nicht. Besitzer von Dolby Enabled Lautsprechern werden weiterhin Vorlieb mit dem Dolby Atmos Verfahren haben müssen, da diese speziellen Lautsprecher mit Auro 3D nicht kompatibel sind. Auch wenn das Auro 3D Verfahren sich technisch von Dolby Atmos unterscheidet, so bringt es ebenfalls eine neue Dimension in das Heimkino. Und ein weiterer Mitbewerber hat bereits ein neues Verfahren angekündigt. Wir werden davon berichten.

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